„Buuuuhuhu!“ Mit lautem Geheul spukt das Deflations-Gespenst seit Monaten durch Europa (Europe). Ob unter dem Bettlaken mehr steckt, als nur heiße Luft, dazu haben wir eine klare Meinung. Sie finden Sie in unserem Blogbeitrag hier…

 

„Boing!“ Da ist er wieder, der hässlich grinsende Clown aus der Federschachtel – die Angst vor der Deflation, der Springteufel der Volkswirtschaft.

In den Schlagzeilen zur wirtschaftlichen Lage der Nation und der Eurozone ist zu lesen:

„In den Fängen der Deflation“ (Handelsblatt)

„Der Eurozone droht die Deflation“ (Spiegel online)

„Bloß nicht werden wie Japan!“ (Focus Money online)

Na ja, Negativ-Presse verkauft sich eben gut. Je größer das Drama, desto größer das Interesse der Leser. Aber ist das eigentlich begründet? Droht der Eurozone wirklich eine Deflation? Und dann noch in dem Ausmaß wie in Japan?

 

Keine Deflation in Sicht

Wir – vor allem Jochen – haben uns lang mit den Märkten beschäftigt und können keine wirkliche Deflation ausmachen. Im Gegenteil: Nach der Faktenlage, ist die Lage beruhigend. Nehmen Sie als Beispiel die Unterhaltungselektronikbranche. Hier ist bisher keine Kaufzurückhaltung zu verzeichnen. Der Absatz von Smartphones und Flatpanel-Fernsehern ist stabil. Und das obwohl die Kunden wissen, dass jedes Jahr neue Technologien auf dem Markt kommen. Besonders bei den Smartphones wollen die Konsumenten stets das beste, neueste Modell haben und das bei Preisen von 600 Euro und mehr.

Auf anderen Märkten ist ebenfalls keine Zurückhaltung zu bemerken. Bei Lebensmitteln und Benzin beispielsweise – hier lässt sich der Konsum wohl kaum aufschieben, was die Märkte stabilisiert. Und auch die Unternehmen wissen: Wer marktfähig sein will, muss investieren – auch wenn das Investitionsklima mal schlechter ist. Aufschieben geht eben auch in der Wirtschaft nicht immer.

Insgesamt wirken die Märkte stabil und solange sich Investoren und Konsumenten nicht verschrecken lassen, wird das auch so bleiben.

 

Das Zukunftsbild entscheidet über die Investitionen

Das sagen wir wohlwissend, dass die Keynsianer da anderer Meinung sind. Wir sind überzeugt davon, dass Investitionen viel weniger durch ein positives Finanzmarkt- und Wirtschaftsklima, als vielmehr durch gute Zukunftsaussichten gefördert werden. Wer Gewinnchancen und eine positive Entwicklung des Landes sieht, ist auch bei schlechteren Bedingungen noch investitionsbereit. Und auch für den Konsum gilt: Die Konsumenten investieren bei guten Zukunftsaussichten.

Daher ist es aus unserer Sicht besonders wichtig, dass die Politik, die Medien und die Wirtschaft durchweg ein positives Zukunftsbild zeichnen, statt ständig Ängste zu schüren, indem sie Horrorszenarien entwerfen. Denn ihre Hebel der Fiskalpolitik sind lang nicht so wirkungsvoll, wie sie gerne glauben. Den Markt machen die Investoren und Konsumenten.

Und was können Sie dann tun? Haben Sie keine Angst vor der Deflation! Ihre Investition entscheidet, ob sie kommt.